Laschendorn StaLa
ETA-zugelassene Verbindungslösung für Stahlbetonfertigteile
Der Laschendorn StaLa ist ein ETA-zugelassenes Verbindungssystem zur sicheren Verankerung von Stahlbetonfertigteilen wie Stützen, Massiv- und Sandwichwänden auf Beton- oder Stahlbauteilen.
Er überträgt Horizontallasten und Biegemomente zuverlässig in das Ankerbauteil und ermöglicht gleichzeitig die Aufnahme von Montagetoleranzen und Fugenspalten.
Anwendungsbereiche
Der Laschendorn StaLa wird eingesetzt bei:
Stahlbetonstützen
Massivwänden
Sandwichwänden
Fertigteilelementen im Hoch- und Industriebau
Anschlüssen an Beton- oder Stahltragwerke
Geeignet für Bauteile mit einer Mindestwanddicke ≥ 150 mm (systemabhängig).
Systembeschreibung
Das System besteht aus:
einem Stahldorn (Laschendorn)
einer ETA-geprüften Hülse (ESD oder DB-N)
einem beweglichen Gummiring zur Montagesicherung
Die Hülse übernimmt die sichere Lastverankerung im Ankerbauteil.
Der Gummiring verhindert ein Herausgleiten des Dorns während der Montage.
Fugenspalten und Montagetoleranzen bis 30 mm können aufgenommen werden.
Lastabtragung & Funktion
Übertragung von Horizontallasten
Übertragung von Drehmomenten
form- und kraftschlüssige Verbindung zum Tragwerk
Die Verbindung zum Ankerbauteil erfolgt:
bei Beton über Bohrung mit Spreiz- oder Klebeankern oder Betonschrauben
bei Stahlbauteilen über Schraub-, Niet- oder Schweißverbindungen
Werkstoffe & Ausführungen
Dornmaterialien:
Edelstahl 1.4301, 1.4571, 1.4362, 1.4462
Dorndurchmesser:
Ø 16 – 40 mm
Hülsensysteme:
StaLa ESD 16–35 (Kunststoff oder Edelstahl)
StaLa DB-N 20–40 (Edelstahl)
Mindestwanddicken (Auszug)
Die erforderliche Mindestwanddicke hängt vom verwendeten Hülsentyp ab:
ESD-Hülsen
ESD 16 / 20 / 25 → ≥ 160 mm
ESD 30 → ≥ 180 mm
ESD 35 → ≥ 220 mm
DB-N-Hülsen
DB-N 20 / 25 → ≥ 160 mm
DB-N 30 → ≥ 190 mm
DB-N 35 → ≥ 210 mm
DB-N 40 → ≥ 250 mm
Bemessung & Zulassung
Europäische Technische Bewertung ETA-22/0910
Bemessung gemäß den zugelassenen Systemparametern
erforderliche bauseitige Bewehrung systemabhängig
Die Lastangaben der Typenprüfung sind verbindlich.
Montagehinweis
Der Laschendorn darf aus Sicherheitsgründen nicht vorab im Fertigteilwerk oder beim Transport montiert werden. Die Montage erfolgt erst auf der Baustelle, nachdem das Fertigteil positioniert ist.
Vorteile auf einen Blick
ETA-zugelassenes System
sichere Übertragung von Horizontallasten und Momenten
Aufnahme von Montagetoleranzen bis 30 mm
flexibel einsetzbar an Beton- und Stahltragwerken
verschiedene Durchmesser und Materialausführungen
geeignet für Fertigteil- und Ortbetonkonstruktionen