Einzelschubdorn ESD ETA-23/0180
Sichere Querkraftübertragung bei Bewegungsfugen
ESD- Q Hülse
Die ESD-Querkraftdorne dienen zur kontrollierten Übertragung von Querkräften in Bewegungsfugen von Stahlbetonbauteilen.
Sie ermöglichen eine definierte axiale Verschiebung bei gleichzeitig sicherer Kraftübertragung und ersetzen herkömmliche Lösungen wie Konsolen, Nut-Feder-Fugen oder massive Querkraftdübel.
Anwendungsbereiche
ESD- NE Hülse
ESD-Querkraftdorne werden eingesetzt bei:
Bewegungsfugen in Deckenplatten
Decke-Wand-Anschlüssen
Geschossdecken mit Gleitlagerfunktion
Balkon- und Kragplattenanschlüssen
Ingenieurbau und Sonderkonstruktionen
Sie eignen sich besonders für geringe bis mittlere Querkraftbeanspruchungen.
Systembeschreibung
Das ESD-System besteht aus:
Hülsenteil, befestigt an der Schalung
Dornteil, nach dem Betonieren eingesetzt
Die Systemgeometrie stellt sicher:
exakte Positionierung
definierte Lastübertragung
kontrollierte Beweglichkeit in Fugenrichtung
Fugenbreiten: 0 – 60 mm
Werkstoffe & Eigenschaften
Dornmaterial:
Duplex Edelstahl (z. B. 1.4462, 1.4362)
alternativ hochfester Stahl roh oder verzinkt (z. B. 1.7225 / 1.7227)
Streckgrenze bis fy ≥ 750 N/mm² (typabhängig)
Hülsenmaterial:
Edelstahl 1.4301
alternativ Kunststoffhülse (typabhängig)
Korrosionsbeständigkeit:
Hohe Dauerhaftigkeit ohne zusätzliche Beschichtungen.
Systemübersicht
Tragwerksplanung & Normen
Die Bemessung erfolgt auf Grundlage von:
EAD 050019-00-301
EOTA TR 065
EN 1992-1-1 (Eurocode 2)
Vorteile der ESD-Querkraftdorne
kontrollierte Querkraftübertragung
kompakte Bauweise
einfache Montage an der Schalung
wirtschaftliche Lösung für Standardanwendungen
geprüfte Dauerhaftigkeit (Nutzungsdauer ≥ 50 Jahre)
Einbau
Hülse wird vor dem Betonieren an der Schalung befestigt
Dorn wird nach dem Ausschalen eingesetzt
exakte Lage des Dorns im Endzustand sichergestellt
Eine detaillierte Einbauanleitung ist verfügbar.